Barockdisputation vs. Institutionenkritik

Ende März fand in der Residenzgalerie Salzburg ein Podiumsgespräch im Rahmen der Gesprächsreihe PLUSpunkte statt. Im Zentrum stand die Uni-Jubiläumsausstellung im DomQuartier: Matthias Weiß veranschaulichte in seinem Impulsreferat kunsthistorische Zugriffsmöglichkeiten auf das monumentale Thesenblatt mit dem Triumph des Heiligen Benedikt (1741) und zeichnete dessen vielfältige Beziehungsgeflechte nach. Vor allem die Personifizierungen der vier Erdteile boten Stoff für eine fruchtbare Diskussion. Die Kommunikationswissenschafterin Elisabeth Klaus lud die zahlreichen Gäste im zweiten Impulsvortrag zu einem persönlichen Rundgang durch die Ausstellung ein, der in seiner kritischen Auseinandersetzung mit Institutionen und ihrer Geschichte einen gänzlich neuen Blick auf das Uni-Jubiläum ermöglichte. Bei einem Glas Paris-Lodron-Wein konnte die anregende Debatte noch in kleineren Gruppen fortgesetzt werden.

Karl von Reslfeld, Leonhard Heckenauer: Thesenblatt für eine Promotion, Detail: Die personifizierten Erdteile, 1701/1741.
Foto: Hubert Auer