Liebesschach

Gerade erschienen ist ein Band über „Schach als Sujet in den Künsten und der Wissenschaft“, der auch einen Beitrag von Matthias Weiß enthält. Anhand einer Reihe von Fallbeispielen aus verschiedenen Genres und Gattungen untersucht dieser einen Sonderfall unter den Schachdarstellungen, der zugleich recht weit verbreitet ist: das Liebesschach. Im Mittelalter aufgekommen und bis heute in Kunst, Film und Fernsehen tradiert, orientieren sich diese Darstellungen (zuweilen) an tatsächlichen Schachpartien. Vor allem jedoch umschreiben einzelne Züge und auch das Spiel als solches metaphorisch das Mit- und Gegeneinander der Geschlechter. Nachgezeichnet wird demnach die Genealogie eines Motivs, das sich als ebenso langlebig wie wandelbar erweist.

Der von Joachim Brügge und Hans Gruber herausgegebene Band enthält den Beitrag „‚Durch die Dame im Spiel‘. Liebesschach in Kunst, Film und Fernsehen“ von Matthias Weiß
Foto: Matthias Weiß
Liebesschachszene, bei der auch die beiden Spielenden Figuren auf einem Schachbrett sind: Cornelis de Man, Die Schachspieler, um 1670
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