EXKURSION ANTWERPEN

Vom 30. Mai bis 4. Juni fand unter der Leitung von Heike Schlie eine Exkursion nach Antwerpen statt. Ein Teil der Exkursion war (natürlich) Peter Paul Rubens gewidmet und der Frage, wie er sich im rekatholisierten Antwerpen als Künstler etablierte und u.a. durch die Architektur seines Hauses als Malerfürst inszenierte. Die intellektuellen und politischen Netzwerke seiner Zeit bilden sich durch die vielfältigen Museen in der Stadt immer noch ab (Druckerei Plantin-Moretus; Haus des Bürgermeisters Rockox, eines Mäzens und Auftraggebers). Weitere Schwerpunkte waren die reiche Jugendstil-Architektur der Hafenstadt sowie zeitgenössische Architektur, das („Globalisierungs-“)Museum aan de Stroom und das Hafenhaus, dessen futuristischer Aufsatz die Assoziationen eines Schiffsrumpfes und eines Diamanten (das wichtigste Handelsgut der Stadt) vereinigt. Wir stießen wiederholt auf durch die Zeiten hindurchgehende Tradierungsstränge und künstlerische Identitätsbildungen: so zum Beispiel die immer wieder erfolgende Anknüpfung der Künstler an Quinten Massys, den „ersten“ Künstler Antwerpens (Rubens bis Luc Tuymans), oder auch die künstlerische Verarbeitung der Hand aus dem Wappen der Stadt, die sich auf die Gründungslegende bezieht (Antwerpen = Hand-Werfen).

Besser als alle Worte gibt das Video der Teilnehmerin Nargiz Kaipova einen Eindruck von der Exkursion und von dieser faszinierenden und kulturell vielfältigen Stadt.