Alle Beiträge von Abteilung Kunstgeschichte

NEUES AUS DEM IMAREAL

Das Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit (IMAREAL) ist ein kulturwissenschaftliches Forschungsinstitut der Universität Salzburg mit Standort Krems an der Donau. Die beiden Kunsthistorikerinnen Isabella Nicka und Heike Schlie sind – neben Krems – auch an der Abteilung Kunstgeschichte in Salzburg tätig, vor allem in der Lehre zur materiellen Kultur und digitalen Kunstgeschichte.

Am IMAREAL starten derzeit gleich drei spannende Projekte im Bereich der Digital Humanities.

Am IMAREAL in Krems starten derzeit drei neue Digital Humanities-Projekte
Foto: IMAREAL

UT PICTURA MEDICINA

Von 11. bis 13. November 2021 fand die hybride Tagung „Ut pictura medicina“ statt. Unter der Leitung von Romana Sammern, Fabian Jonietz (New York) und Robert Brennan (Sydney) befragten Gelehrte aus Australien, Kanada, Deutschland, Irland, Italien und den USA die Beziehung zwischen Medizin und Kunst auf allen Ebenen: Die soziale Stellung der Praktiker*innen, der Austausch von theoretischem und praktischem Wissen, geteilten Terminologien und Konzepten und die mit Letzterem verbundene Disposition zum Teilen von Methoden der Beobachtung und Beschreibung. Die W&K Veranstaltung im Programmbereich „Figurationen des Übergangs“ war großzügig vom FWF und dem Land Salzburg finanziert.

Mechthild Fend (Frankfurt/Main) eröffnete die Tagung mit einem Abendvortrag zum „Krankheitsbild“.

Mechthild Fend und Romana Sammern bei der Diskussionsrunde im Anschluss an den Abendvortrag
Foto: Vivian Nattrodt
Foto: Vivian Nattrodt
Foto: Vivian Nattrodt

aus der staufischen Schatzkunst

Vergangenen Dienstag durften wir Stephan Patscher vom römisch-germanischen Zentralmuseum in Mainz willkommen heißen, der im Rahmen seines Gastvortrags in Salzburg einen faszinierenden Einblick in die Arbeit eines Restaurators und zugleich Kunsthistorikers gab. Anhand eines thronenden Königs aus feuervergoldetem Kupfer präsentierte Stephan Patscher – neben technischen und restauratorischen Aspekten – seine detektivischen Überlegungen zur Datierung, Provenienz und kulturhistorischen Verortung der stauferzeitlichen Statuette.

Renate Prochno-Schinkel bei der Vorstellung des Referenten und Begrüßung der Vortragsgäste
Stephan Patscher erläutert seine Thesen zur kulturhistorischen Einordnung der Statuette

 

 

Weiterbauen am Denkmal

Am letzten Donnerstag und Freitag diskutierten ArchitektInnen, DenkmalpflegerInnen und KunsthistorikerInnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz anlässlich der Tagung ‚Weiterbauen am Denkmal‘ Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit dem gebauten Erbe. Die Kooperation zwischen Universität Salzburg, Abteilung Kunstgeschichte, Initiative Architektur Salzburg und Bundesdenkmalamt begann mit einer Auftaktveranstaltung der Salzburger Festspiele am Mittwochabend zum geplanten Um- und Erweiterungsbau des Großen Festspielhauses in Salzburg. Das große Interesse, die vielfältigen Diskussionen und lebendigen Begegnungen haben nicht nur die Aktualität des Tagungsthemas erneut gezeigt, sondern auch allen TeilnehmerInnen den großen Wert des Zusammenkommens vor Ort verdeutlicht.

Sigrid Brandt bei der Einführung in das Tagungsthema
Foto: Hubert Auer
Maria Flöckner und Hermann Schnöll
Foto: Hubert Auer
Hans Günter Merz
Foto: Hubert Auer
Volker Staab
Foto: Hubert Auer
Bernhard Furrer im Gespräch
Foto: Hubert Auer
Volkwin Marg
Foto: Hubert Auer
Barbara Lanz und Martin Mutschlechner
Foto: Hubert Auer
Die SalzburgKulisse im Haus für Mozart bot den angemessenen architektonischen Rahmen für die Tagung
Foto: Hubert Auer

Wien

Die 21. internationale Tagung des Verbands österreichischer Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker fand Anfang November im Atelierhaus der Akademie der Bildenden Künste Wien statt. Im Mittelpunkt des viertägigen Symposiums zu „Great Female Art Historians“ standen „Frauen, die sich mit Kunst befassen, an Diskursen über Kunst teilnehmen und als Akteure des kulturellen Lebens eine wichtige Rolle spielen“. Auch Salzburg war präsent: Amrei Buchholz (ehemals Abteilung Kunstgeschichte) war in der Linda Nochlin gewidmeten Sektion mit einem Beitrag über Griselda Pollock vertreten. Conny Cossa vom Bundesdenkmalamt Salzburg sprach über die Denkmalpflegerin Margarethe Witternigg, die in den 1940er Jahren als erste Frau an die Spitze des Landeskonservatorats für Salzburg berufen wurde und höchst erfolgreich wirkte. David Hobelleitner nutze die derzeit seltenen Gelegenheiten, um in Präsenz an der Tagung und dem reichhaltigen Begleitprogramm mit Ausstellungseröffnungen, Kunstinterventionen und Expertinnenführungen teilzunehmen.

Große Kunsthistoriker*innen – 21. Tagung des VÖKK 2021

Tradition & Innovation

Im kommenden Jahr feiert die Universität Salzburg ihr 400-jähriges Gründungsjubiläum. Hubert Auer, Fotograf an der Abteilung Kunstgeschichte, zeichnet für das gelungene Sujet der Jubiläumsausstellung „PLUSpunkte“ verantwortlich: „Meine Aufgabe war es, in einem Bild die lange Tradition der PLUS mit einer modernen Universität im 21. Jahrhundert samt Blick in die Zukunft  zu vereinigen“.  Aus mehreren Entwürfen setzte sich schließlich eine kühne Fotomontage, bestehend aus dem barocken Universitätsszepter und einem Androiden in Denkerpose, durch – Herr Auer „hat Sensationelles geleistet!“, so Rektor Hendrik Lehnert in einer Dankesadresse.

400 Jahre Universität Salzburg
Fotomontage: Hubert Auer

Bilderperformanzen

Im Rahmen der Ringvorlesung „Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft“ spricht Matthias Weiß am kommenden Dienstag, 16. November, über die Begriffe „Performanz“ und „Performativität“ und auch über die Frage, wie sie sich für kunsthistorische Analysen fruchtbar machen lassen. Exemplarisch vorgestellt wird dies anhand eines abstrakten Gemäldes von Cy Twombly und eines Films von Jean-Luc Godard, die beide in je unterschiedlicher Weise auf historische Malerei Bezug nehmen.

Nach aktuellem Stand findet die Vorlesung als Präsenztermin mit Beginn um 17:15 Uhr im Unipark, Raum 3.409 statt.

Foto: Nicolas Poussin, Das Reich der Flora, 1630/31. Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister. © Wikimedia Commons

Ut pictura medicina

Von 11. bis 13. November findet die von Romana Sammern, Fabian Jonietz (New York) und Robert Brennan (Sydney) konzipierte Tagung „Ut pictura medicina. Visuelle Kulturen und Medizin“ im Schloss Frohnburg in Salzburg statt. Den Auftakt bildet der Eröffnungsvortrag von Mechthild Fend (Berlin) im HS 4 im Unipark am Donnerstag, 11. November um 18 Uhr.

Wichtiger Hinweis: Für die Teilnahme an der Tagung in Präsenz ist ein 2G-Nachweis plus ein aktueller PCR-Test vorzulegen!

Albrecht Dürer: Selbstbildnis, krank, um 1509/11 © Kunsthalle Bremen – die Kulturgutscanner – ARTOTHEK