Alle Beiträge von Abteilung Kunstgeschichte

The Mainz Town Hall as political architecture and uncomfortable monument

At the conference initiated by the International Scientific Committee 20th century (ICOMOS ISC20C) Monument and non-monument: CONCRETE HERITAGE OF THE POST-WAR ERA (9th Forth Museum Kaunas, Lithuania, 11th and 12th June 2021) Sigrid Brandt will speak on the topic: The Mainz Town Hall as political architecture and uncomfortable monument.

About the Conference: Formidable solids of exposed concrete and monotonous, utilitarian shapes of social housing have become one of the most recognizable and universal elements of post-war architectural language. Regardless of the different political systems, geographic conditions or local aesthetic traditions an architectural style of now commonly referred to as “brutalism“ (derived from the French “béton brut” or „raw concrete“) became a dominant expression of our architecture and an inseparable part of many cities around the world. In East European countries large-scale mikro-rayons vividly embody the pragmatic dimension of the socialism project. On the other hand, there was a striking part of Soviet modernism that was demonstratively irrational, focused not on a standardized function, but on a breath-taking emotion. A similar duality appeared in Western societies. Despite specific aesthetic values many of these buildings are seen by some as not fitting into the contemporary context. Even though the rising interest around the architecture of brutalism is growing, these monuments and buildings are too often being demolished, unrecognizably altered or simply left to deteriorate. ICOMOS ISC20C initiates this InnovaConcrete workshop as a field for debate whether these structures – monuments, apartment buildings or other functional types – can and should remain for future generations as a relevant part of our history.

Monument and non-monument: CONCRETE HERITAGE OF THE POST-WAR ERA
Kaunas, Lithuania, 11th and 12th June 2021

Tag der offenen Tür II – virtuell

Herzlich willkommen zum zweiten virtuellen Tag der offenen Tür an der  Abteilung Kunstgeschichte!

Webex-Meeting von 15:30–16:15 Uhr für Fragen rund ums Studium gemeinsam mit den Altertumswissenschaften, der Geschichte und der Musik- und Tanzwissenschaft

Wir freuen uns auf Sie!

Das Video in bester Qualität finden Sie hier.

 

Der Tod als Mädchen? Madonnas ‚What It Feels Like For A Girl‘ (2001)

Am Mittwoch, den 9. Juni 2021 ab 17:15 Uhr hält Matthias Weiß im Rahmen der Ringvorlesung „Der Tod und das Mädchen“ einen Online-Vortrag über Musikvideos mit dem Titel „Der Tod als Mädchen? Madonnas ‚What It Feels Like For A Girl‘ (2001, Regie: Guy Ritchie)“.

Als nach wie vor junge Form des televisuellen Musiktheaters ist der Videoclip durch ein engmaschiges Zusammenspiel aus Bild, Musik und Text bestimmt. Ebenso kennzeichnend ist ein zum Teil virtuoses Jonglieren mit Zitaten und weniger konkreten Formen der Bezugnahme, das in den Musikvideos von Madonna quantitativ wie qualitativ auf die Spitze getrieben wird.

Wenig überraschend ist vor diesem Hintergrund, dass die Sängerin in einigen Einstellungen des Clips „Bedtime Story“ (1994, Regie: Mark Romanek) im Schoß eines Knochenmanns ruht – also eine auf den ersten Blick konventionelle Umsetzung des Bildthemas „Der Tod und das Mädchen“ einsetzt, die sie in weiteren Einstellungen allerdings epistemologisch wendet. Nicht in Ausschnitten, sondern zur Gänze diskutiert werden soll das im Vortragstitel genannte Video „What It Feels Like For A Girl“ (2001, Regie: Guy Ritchie), weil Madonna dort nicht punktuell mit dem Tod, sondern durchgängig als Tod auftritt.

Die Ringvorlesung wird organisiert und veranstaltet vom Programmbereich „Figurationen des Übergangs“ der interuniversitären Einrichtung „Wissenschaft und Kunst“. Die Zugangsdaten für Webex finden sich auf der Website von W&K und auf Blackboard.

Edvard Munch, „Madonna“, 1895.
© Wikimedia Commons

 

SALZBURGER INSZENIERUNGEN

Reminder zur Tagung:  „Salzburger Inszenierungen. Vom Werden einer Musikstadt“ – 17. & 18. Juni 2021

Die Tagung wird mit ihrer Konzentration auf die Aufführung von Singspielen, Opern, Musiktheater und Ballett einen Beitrag zur Geschichte musiktheatralischer Inszenierung in Salzburg seit dem beginnenden 17. Jahrhundert leisten. Referate befassen sich mit dem Universitätstheater, dem Landestheater, den Salzburger Festspielhäusern und einigen weiteren Spielstätten. Aspekte der Inszenierung und Regie, der musikalischen Aufführungspraxis, des Bühnenbildes und der Architektur bilden dabei die Schwerpunkte. In einem interdisziplinär verschränkten Ansatz aus musik- und theaterwissenschaftlicher sowie kunst- und architekturhistorischer Perspektive sollen darüber hinaus in der Diskussion auch Fragen zur Entwicklung des Musiktheaters aufgeworfen werden.

Die Konferenz wird in einem Hybrid-Modus durchgeführt; in Präsenz im Kleinen Studio (Mirabellplatz 1) sowie per zoom-Übertragung.

Hier finden Sie alle Informationen zum Inhalt, zum Ablauf und zur Teilnahme vor Ort (u. a. bezüglich Test- und Maskenpflicht) – eine Anmeldung für die Teilnahme in Präsenz ist zwingend erforderlich!

Ausgestrahlt

Digitaler Vortrag zum ‚Sendungsbewusstsein‘ des Fernsehkünstlers Joseph Beuys

Am heutigen Mittwoch, 2. Juni 2021, laden KPMG und die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ab 20 Uhr zu einem Vortrag von Matthias Weiß über die Fernseharbeiten von Joseph Beuys ein. Für seine Untersuchungen zu diesem bisher wenig bekannten Betätigungsfeld des Künstlers wurde Weiß mit dem Joseph Beuys Preis für Forschung 2019 ausgezeichnet.

Bis heute ist Beuys eine hohe Medienpräsenz zu bescheinigen: Film, Radio, Video und vor allem das Fernsehen nutzte er zur Bekanntmachung und Verbreitung, vor allem aber zur Verwirklichung seines Erweiterten Kunstbegriffs – zum Beispiel in Form von Aktionen, die nie live, sondern nur im Fernsehen anzuschauen waren. Der Vortrag verdeutlicht, warum das Fernsehen einen so hohen Stellenwert im künstlerischen Schaffen von Beuys einnahm und inwieweit seine Fernsehauftritte als „Kunst“ einzuordnen sind.

Das Gespräch findet virtuell statt und bleibt über den Youtube-Kanal der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen abrufbar.

Ausgestrahlt – Vortrag von Matthias Weiß am 2. Juni 2021
Foto: Wikimedia Commons

SALZBURGER AUSSICHTEN

Bei zumindest etwas angenehmeren Temperaturen fand am 28. Mai die zweite Salzburg-Exkursion der Reihe „Kunst vor Ort“ statt. Besucht haben wir die beiden Standorte des Museums der Moderne in der Altstadt und auf dem Mönchsberg, wo wir uns mit den aktuellen Ausstellungen, aber auch mit der jeweiligen Bau-, Institutionen- und Sammlungsgeschichte auseinandersetzten. Den Abschluss bildete – gleichsam als Nachtrag zum ersten Termin – eine Gesprächsrunde im Sky-Space von James Turrell, der seit 2006 zum Walk of Modern Art gehört und den Blick weg von der Stadt hinauf in den Himmel lenkt.

Eine große Bereicherung war, dass sich vormittags Kuratorin Stefanie Grünangerl viel Zeit nahm, um mit uns über die zwei unter einem James Baldwin-Motto („This World Is White No Longer“) zusammengefassten Schauen zu diskutieren, und dass uns am Nachmittag Direktor Thorsten Sadowsky auf dem Mönchsberg begrüßte: dafür noch einmal herzlichen Dank. Mit beiden haben wir unter anderem über bereits bestehende Möglichkeiten der Zusammenarbeit gesprochen, etwa hinsichtlich der öffentlich zugänglichen Museumsbibliothek, aber auch über Optionen, zukünftig noch stärker zu kooperieren. Schöne Aussichten, oder?

Museen-Exkursion am 28. Mai 2021 – Foto: Matthias Weiß

Schrittweise den Kunstort Salzburg entdecken

Corona und einer unfreundlichen Witterung zum Trotz, fand am 7. Mai die erste Salzburg-Exkursion der Reihe „Kunst vor Ort“  statt. Unter dem Motto „Zurück auf los“ besuchten wir vormittags den südlichen Dombogen sowie die in ihm beherbergte Kunst- und Wunderkammer, um (zumindest anhand der Rekonstruktion) die Anfänge der europäischen Museumskultur zu studieren. Das Nachmittagsprogramm widmete sich „Dezentralen Kunstorten“, das heißt den verschiedenen Standorten der Stadtgalerie und der Salzburg Foundation diesseits wie jenseits der Salzach.

Der nächste Termin steht unmittelbar bevor und wird uns ins Rupertinum und ins Museum der Moderne auf dem Mönchsberg führen. Zwei weitere Exkursionen im Juni haben den Sebastiansfriedhof und eine Einführung in die in Salzburg allgegenwärtige Heraldik zum Ziel – hoffentlich bei weniger nasskaltem Wetter!

Schrittweise den Kunstort Salzburg entdecken – Exkursion am 7. Mai
Foto: Matthias Weiß

SALZBURG

Zur Tagesexkursion ‚Salzburg – Denkmalpflege‘ stand neben dem Sebastiansfriedhof und dem Palais Faber die Großbaustelle Franziskanerkloster auf dem Programm. Dagmar Redl-Bunia hatte dazu ihre Partnerinnen und Partner aus Restauratorenbüros, Bauleitungen und Vertretern des Klosters für ein Gespräch der interessierten Studentinnen und Studenten der Kunstgeschichte gewinnen können. Vielen Dank – wir freuen uns auf die geplante Fortsetzung der ‚Baustellen-Gespräche‘ im Herbst.

Dagmar Redl-Bunia erläutert die denkmalpflegerischen Herausforderungen im Eingangsbereich des Palais Faber.
Foto: Sigrid Brandt

LINZ

Studierende des Seminars ‚Architektur und Musik‘ und Freunde der Kunstgeschichte besuchten am 20. Mai das Musiktheater und das Brucknerhaus in Linz. Die Gruppe war coronabedingt zweigeteilt, getestet, geimpft oder genesen und wurde in den Führungen durch Martin Schmidt (Musiktheater Linz) sowie Harald Hechwartner und Albert Hager (Brucknerhaus Linz) mit den Architekturen sowohl vor als auch hinter den Bühnen vertraut gemacht. Vielen Dank nach Linz!

Die zweite Gruppe Brucknerhaus. Foto: Margit Beling

Old Age in the Late Antiquity

Am kommenden Donnerstag, dem 20. Mai spricht Irene Calà (München/Berlin) zum Thema: „Old Age in the Late Antiquity: Female Ageing between Physiology and Appearance“.  Der online-Vortrag beginnt um 18 Uhr und findet in der von Romana Sammern konzipierten Reihe „Physiologie“ am interuniversitären Zentrum „Wissenschaft&Kunst“ statt.

Weitere Details und Zugangsdaten

Hans Baldung Grien: Ages of Woman, ca. 1540/43. Oil on wood, 151 x 51 cm. Museo del Prado, Madrid.
Foto: Wikimedia Commons