Archiv der Kategorie: Frisch publiziert

Liebesschach

Gerade erschienen ist ein Band über „Schach als Sujet in den Künsten und der Wissenschaft“, der auch einen Beitrag von Matthias Weiß enthält. Anhand einer Reihe von Fallbeispielen aus verschiedenen Genres und Gattungen untersucht dieser einen Sonderfall unter den Schachdarstellungen, der zugleich recht weit verbreitet ist: das Liebesschach. Im Mittelalter aufgekommen und bis heute in Kunst, Film und Fernsehen tradiert, orientieren sich diese Darstellungen (zuweilen) an tatsächlichen Schachpartien. Vor allem jedoch umschreiben einzelne Züge und auch das Spiel als solches metaphorisch das Mit- und Gegeneinander der Geschlechter. Nachgezeichnet wird demnach die Genealogie eines Motivs, das sich als ebenso langlebig wie wandelbar erweist.

Der von Joachim Brügge und Hans Gruber herausgegebene Band enthält den Beitrag „‚Durch die Dame im Spiel‘. Liebesschach in Kunst, Film und Fernsehen“ von Matthias Weiß
Foto: Matthias Weiß
Liebesschachszene, bei der auch die beiden Spielenden Figuren auf einem Schachbrett sind: Cornelis de Man, Die Schachspieler, um 1670
Foto: Public Domain

Odysseus gestern und heute

In unserer von Mobilität und Migrationsbewegungen, der Suche nach dem stets Neuen, aber auch nach Spiritualität und Heimat geprägten Welt erfährt die unbestimmte Fahrt des Odysseus erneute Konjunktur. Einen weitreichenden Überblick über aktuelle wie vergangene Rezeptionen des Epos von Homer leistet der interdisziplinäre und online zugängliche Tagungsband „Space Oddities. Die homerische Irrfahrt in Bildkünsten und Populärkultur 1800–2021 (Europa – USA – Südamerika)“, zu dem auch Matthias Weiß einen Beitrag über Visualisierungen und Popularisierungen dreier Szenen der Odyssee (die Begegnungen mit Kalypso, Nausikaa und den Sirenen) beisteuerte.

Otto Greiner, Studie zu Odysseus am Mast (Sirenenszene), um 1900.
Foto: Hubert Graml

Kunstgeschichte und Archäologie

Thetis, eine Meeresnymphe und laut „Ilias“ die Mutter des vor Troja gefallenen Achill, ist Namenspatronin einer archäologischen Fachzeitschrift, die sich auch dem weiten Themenfeld der Antikenrezeption verschrieben hat. In der aktuellen Ausgabe gibt es deshalb einen Gastbeitrag von Matthias Weiß über kulturhistorische Zinnfiguren zu Homers „Odyssee“, in dem das Verhältnis dieser Kleinstskulpturen zu literarischen, vor allem aber zu bildkünstlerischen Vorlagen untersucht wird.

Weiß, Matthias: Zwischen Nachahmung und Neuschöpfung. Kulturhistorische Zinnfiguren zu Homers Odyssee, in: Thethis. Mannheimer Beiträge zur Archäologie und Geschichte der antiken Mittelmeerkulturen 25 (2020), S. 83–89.

Beuys als Iphigenie – jetzt zum Nachlesen

Da die von Gabriele Mackert ausgerichtete Tagung zum Darmstädter Block Beuys mehrfach verschoben werden musste, lag der nachtblaue Tagungsband bereits zu Veranstaltungsbeginn vor. Neben Aufsätzen von Expertinnen wie Antje von Graevenitz, Magdalena Holzhey und Melitta Kliege findet sich darin auch ein Beitrag von Matthias Weiß mit dem Titel „Hessische Iphigenien. Auftritt Beuys in Darmstadt, Frankfurt am Main und im bundesdeutschen Fernsehen“. Dessen englische Übersetzung ist ebendort abgedruckt.

Beuys & Darmstadt

Weiß, Matthias: Hessische Iphigenien. Auftritt Beuys in Darmstadt, Frankfurt am Main und im bundesdeutschen Fernsehen / Iphigenias of Hesse. Beuys takes the stage in Darmstadt, Frankfurt am Main and on West German television, in: Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Hg.): Tagung / Symposium Block Beuys Darmstadt 2021. Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Köln / Cologne: Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König 2021, S. 258–295.

Beuys in Berlin

Auch der Hamburger Bahnhof, das Museum für Gegenwartskunst in Berlin, feiert den hundertsten Geburtstag von Joseph Beuys: Kuratorin Nina Schallenberg hat eine umfängliche Schau neu eingerichtet und einen Katalog veröffentlicht, an dem auch Matthias Weiß mit seinem Beitrag „Viel Silber, wenig Gold. Zum ‚permanenten‘ Sprechen von Joseph Beuys“ beteiligt ist. Der Katalog trägt den Titel „Von der Sprache aus. Joseph Beuys zum 100. Geburtstag“. Die englischsprachige Version ist als separater Band erschienen.

Neuerscheinung zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys

Weiß, Matthias: Viel Silber, wenig Gold. Zum „permanenten“ Sprechen von Joseph Beuys, in: Nina Schallenberg (Hg.) für die Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin: Von der Sprache aus. Joseph Beuys zum 100. Geburtstag, Berlin: Hatje Cantz 2021, S. 154–161

Englischsprachige Ausgabe: Weiß, Matthias: A lot of silver, not much gold. On the „permanent“ speaking of Joseph Beuys, in: Nina Schallenberg (Ed.) for the Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin: Starting from Language. Joseph Beuys at 100, Berlin: Hatje Cantz 2021, S. 154–161.)

Handreichung zum Hundertsten

Mitte Mai dieses Jahres hätte Joseph Beuys seinen einhundertsten Geburtstag gefeiert – ein Ereignis, das eine Menge Ausstellungen und Publikationen mit sich brachte und noch bringt. Sicherlich für lange Zeit grundlegend bleiben wird das bei J. B. Metzler erschienene „Joseph Beuys Handbuch“, das Leben, Werk und Wirkung so kompakt wie umfassend erschließt. Matthias Weiß ist in diesem Nachschlagewerk mit vier Einträgen zu den Themen „Medien“, „Beuys im Dokumentarfilm“, „Beuys in den Medien“ und „Beuys in Japan“ vertreten.

Beuys Handbuch zum Hundertsten – mit Beiträgen von Matthias Weiß zu „Medien“, „Beuys im Dokumentarfilm“, „Beuys in den Medien“ und „Beuys in Japan“ in: Skrandies, Timo; Paust, Bettina (Hg.): Joseph Beuys Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, Heidelberg: J. B. Metzler 2021

Das moderne Erbe der Olympischen Spiele

Brandt, Sigrid/Haspel, Jörg/Paschke, Ralph/Ziesemer, John (Hg.): Das moderne Erbe der Olympischen Spiele. Historische Sportstätten zwischen Konservierung und Konversion/The Modern Heritage of the Olympic Games. Historic Sports Sites between Conservation and Conversion (ICOMOS. Hefte des Deutschen Nationalkomitees LXXVI), Berlin 2021

Der Antrag der Stadt München auf Eintragung des Olympiaparks in die UNESCO-Welterbeliste nimmt immer konkretere Formen an. Anlässlich des Beginns der Olympischen Sommerspiele am 23. Juli in Tokio informieren Stadtbaurätin Elisabeth Merk (Universität Florenz), Jörg Haspel (Präsident von ICOMOS Deutschland), Sigrid Brandt (Vizepräsidentin von ICOMOS Deutschland), Marion Schöne (Geschäftsführerin der Olympiapark München GmbH) und Wiepke van Aaken (Leiterin des Welterbeantrags im Referat für Stadtplanung und Bauordnung zum Welterbeantrag des Olympiaparks).

Das Pressegespräch findet am 19. Juli 2021 statt, weitere Informationen finden Sie hier.

Das moderne Erbe der Olympischen Spiele, Berlin 2021