Archiv der Kategorie: Nachlese

Dublin

Das diesjährige Treffen der Renaissance Society of America konnte Ende März/Anfang April endlich wieder in Präsenz stattfinden: Tolle Papers, Referenzen, neue und alte Gesichter bei bitterkaltem Wind in Dublin. Sarah Cockram vom The Renaissance Skin Project am King’s College London/Wellcome Collection organisierte das „Skin, Beauty, and Cosmetics” Panel und den brechend vollen und illustren Roundtable “Renaissance Skin and Cultures of Beauty” mit Montserrat Cabré, Ruben Celani, Hannah Murphy, Romana Sammern und Evelyn Welsh.

RSA Dublin 2022

Barockdisputation vs. Institutionenkritik

Ende März fand in der Residenzgalerie Salzburg ein Podiumsgespräch im Rahmen der Gesprächsreihe PLUSpunkte statt. Im Zentrum stand die Uni-Jubiläumsausstellung im DomQuartier: Matthias Weiß veranschaulichte in seinem Impulsreferat kunsthistorische Zugriffsmöglichkeiten auf das monumentale Thesenblatt mit dem Triumph des Heiligen Benedikt (1741) und zeichnete dessen vielfältige Beziehungsgeflechte nach. Vor allem die Personifizierungen der vier Erdteile boten Stoff für eine fruchtbare Diskussion. Die Kommunikationswissenschafterin Elisabeth Klaus lud die zahlreichen Gäste im zweiten Impulsvortrag zu einem persönlichen Rundgang durch die Ausstellung ein, der in seiner kritischen Auseinandersetzung mit Institutionen und ihrer Geschichte einen gänzlich neuen Blick auf das Uni-Jubiläum ermöglichte. Bei einem Glas Paris-Lodron-Wein konnte die anregende Debatte noch in kleineren Gruppen fortgesetzt werden.

Karl von Reslfeld, Leonhard Heckenauer: Thesenblatt für eine Promotion, Detail: Die personifizierten Erdteile, 1701/1741.
Foto: Hubert Auer

 

 

Semesterauftakt

Zwei Veranstaltungen lockten vergangene Woche zahlreiche Besucher:innen an die Abteilung Kunstgeschichte:
Am Dienstag fand der erste Gastvortrag des Semester statt; Wolfgang Kos sprach im vollbesetzten Tanzstudio zur Kunst- und Kulturlandschaft des Semmerings.
Am Mittwoch konnte  nach zwei Jahren Pause endlich wieder ein Tag der offenen Tür an der Universität stattfinden. Am Infostand an der Natur- und Lebenswissenschaftlichen Fakultät hielt unsere Studierendenvertretung Infos für alle Interessent:innen bereit; Ansprechpartner:in für alle Fragen rund ums Studium an der Abteilung waren Ingonda Hannesschläger und David Hobelleitner. Am Nachmittag lud Matthias Weiß zum Besuch des Grundkurses Ikonografie ein.

Herzlich willkommen am Tag der offenen Tür!
Wolfgang Kos bei seinem Vortrag zur Kunst- und Kulturlandschaft des Semmerings

UT PICTURA MEDICINA

Von 11. bis 13. November 2021 fand die hybride Tagung „Ut pictura medicina“ statt. Unter der Leitung von Romana Sammern, Fabian Jonietz (New York) und Robert Brennan (Sydney) befragten Gelehrte aus Australien, Kanada, Deutschland, Irland, Italien und den USA die Beziehung zwischen Medizin und Kunst auf allen Ebenen: Die soziale Stellung der Praktiker*innen, der Austausch von theoretischem und praktischem Wissen, geteilten Terminologien und Konzepten und die mit Letzterem verbundene Disposition zum Teilen von Methoden der Beobachtung und Beschreibung. Die W&K Veranstaltung im Programmbereich „Figurationen des Übergangs“ war großzügig vom FWF und dem Land Salzburg finanziert.

Mechthild Fend (Frankfurt/Main) eröffnete die Tagung mit einem Abendvortrag zum „Krankheitsbild“.

Mechthild Fend und Romana Sammern bei der Diskussionsrunde im Anschluss an den Abendvortrag
Foto: Vivian Nattrodt
Foto: Vivian Nattrodt
Foto: Vivian Nattrodt

aus der staufischen Schatzkunst

Vergangenen Dienstag durften wir Stephan Patscher vom römisch-germanischen Zentralmuseum in Mainz willkommen heißen, der im Rahmen seines Gastvortrags in Salzburg einen faszinierenden Einblick in die Arbeit eines Restaurators und zugleich Kunsthistorikers gab. Anhand eines thronenden Königs aus feuervergoldetem Kupfer präsentierte Stephan Patscher – neben technischen und restauratorischen Aspekten – seine detektivischen Überlegungen zur Datierung, Provenienz und kulturhistorischen Verortung der stauferzeitlichen Statuette.

Renate Prochno-Schinkel bei der Vorstellung des Referenten und Begrüßung der Vortragsgäste
Stephan Patscher erläutert seine Thesen zur kulturhistorischen Einordnung der Statuette

 

 

Weiterbauen am Denkmal

Am letzten Donnerstag und Freitag diskutierten ArchitektInnen, DenkmalpflegerInnen und KunsthistorikerInnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz anlässlich der Tagung ‚Weiterbauen am Denkmal‘ Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit dem gebauten Erbe. Die Kooperation zwischen Universität Salzburg, Abteilung Kunstgeschichte, Initiative Architektur Salzburg und Bundesdenkmalamt begann mit einer Auftaktveranstaltung der Salzburger Festspiele am Mittwochabend zum geplanten Um- und Erweiterungsbau des Großen Festspielhauses in Salzburg. Das große Interesse, die vielfältigen Diskussionen und lebendigen Begegnungen haben nicht nur die Aktualität des Tagungsthemas erneut gezeigt, sondern auch allen TeilnehmerInnen den großen Wert des Zusammenkommens vor Ort verdeutlicht.

Sigrid Brandt bei der Einführung in das Tagungsthema
Foto: Hubert Auer
Maria Flöckner und Hermann Schnöll
Foto: Hubert Auer
Hans Günter Merz
Foto: Hubert Auer
Volker Staab
Foto: Hubert Auer
Bernhard Furrer im Gespräch
Foto: Hubert Auer
Volkwin Marg
Foto: Hubert Auer
Barbara Lanz und Martin Mutschlechner
Foto: Hubert Auer
Die SalzburgKulisse im Haus für Mozart bot den angemessenen architektonischen Rahmen für die Tagung
Foto: Hubert Auer

Super-Special-Sun-Semester-Start der STV Kunstgeschichte

Gemeinsam mit der Studierendenvertretung Geschichte organisierte die STV Kunstgeschichte vergangene Woche – an wohl einem der letzten sonnigen und einigermaßen warmen Tage des Jahres – eine gemütliche Zusammenkunft im Volksgarten. Die Studierenden, zum Teil auch in Begleitung von Freunden, konnten sich bei Musik, Snacks und Getränken kennenlernen und austauschen. Nach drei Semestern Distance-Learning eine willkommene Abwechslung!

Sehr herzlich lädt die Studierendenvertretung zum wöchentlichen Kunstgeschichte-Stammtisch im Schnaitl; jeden Mittwoch ab 19 Uhr.

Super-Special-Sun-Semester-Start der Studierendenvertretung Geschichte und Kunstgeschichte; Foto: StV Kunstgeschichte

Alumni-Treffen mit kunsthistorischer Beteiligung

Nach eineinhalbjähriger Covid-Pause fand Mitte August im Unipark Nonntal wieder ein Alumni-Treffen statt. Rektor Hendrik Lehnert und Alumni-Präsident Rudolf Aichinger begrüßten die Absolvent:innen. Das Programm gestaltete Ingonda Hannesschläger vom Fachbereich Kunst-, Musik- und Tanzwissenschaft. Sie erläuterte die Kunstwerke im Skulpturengarten und erhielt viel positves Feedback für ihr Impulsreferat. „Ein schönes Gefühl, wieder einmal in Präsenz vor Publikum zu sprechen. Die Studierenden fehlen sehr“, so Frau Hannesschläger.

Alumni-Treffen im Unipark Nonntal

Skulptur von Mimmo Paladino lädt in den Unipark

Am Mittwoch, den 30. Juni 2021 übergab Galerist Thaddeus Ropac in feierlichem Rahmen die Bronzeskulptur „Scudo per Salisburgo“ (Schild für Salzburg) des international renommierten Bildhauers Mimmo Paladino, die seither den Skulpturengarten im Unipark bereichert. Anwesend waren neben Künstler und Galerist hochrangige Persönlichkeiten aus Landesregierung, Stadt und Universität. Auch Vertreter*innen unseres Fachbereichs waren geladen.

Der monumentale, wie von den Sternen herabgestürzte Schild, der ein wenig an die Himmelscheibe von Nebra erinnert, befindet sich an der Georg-Trakl-Allee und fungiert rückseitig als Brunnen. Der großen, wehrhaften, fast brachialen Form sekundieren hier kleinteiligere, figürliche, beinahe fragile Elemente, aus denen Wasser in eine auf dem Boden abgestellte Wanne rinnt – ein anspielungsreiches Werk, das Sie zum Nachdenken, zum Diskutieren oder einfach nur zum Verweilen einlädt.

Mimmo Paladino – Scudo per Salisburgo
Foto: Matthias Weiß

Stipendium für Emilia Schatzl

Emilia Schatzl, Studentin unserer Abteilung und Studienassistentin von Matthias Weiß, wurde durch ein Stipendium der Aktion Österreich-Tschechien die Teilnahme an der Summer School of Slavonic Studies 2020 finanziert. Trotz der ungewissen Lage konnte diese von 18. Juli-16. August an der Palacký Universität im mährischen Olmütz stattfinden. Neben einem intensiven vierwöchigen Sprachkurs erhielt Emilia Schatzl zudem durch Vorlesungen zur Geschichte und Kunst Tschechiens einen vertiefenden Einblick in die historischen und kulturellen Besonderheiten des Landes. Den Sprachkurs konnte sie dabei erfolgreich abschließen und somit ihre Fremdsprachenkenntnisse gezielt erweitern.

Jesuitenkirche Maria Schnee in Olmütz
Foto: Emilia Schatzl
Emilia Schatzl beim Festakt zur Zertifikatübergabe
Foto: Jakub Wittka
Die Diplome für die StipendiatInnen
Foto: Jakub Wittka