Archiv der Kategorie: On Tour

Benrather Rokoko

Den Ausflug nach Moyland in Nordrhein-Westfalen nutzte Matthias Weiß für eine Kurzexkursion nach Düsseldorf-Benrath, um zur Vorbereitung auf die geplante Vorlesung zur „Kunst und Kultur des Rokoko“ das dortige Schloss zu besuchen. 1755 bis 1773 als Witwensitz für Kurfürstin Elisabeth Auguste von der Pfalz erbaut, gilt die Anlage aus Lustschloss und französischem wie auch englischem Garten als richtungsweisendes architektonisches Ensemble des 18. Jahrhunderts … Rosarote Aussichten also!

Gartenseite des Jagdschlosses Benrath
Diana mit Putto, Hirsch und Hunden
Pink rules – auch im Schloss-Café

Fotos: Matthias Weiß

Beuys-Preis nach Polen und in die USA

Am 14. Mai wurde auf Schloss Moyland bei Kleve der Joseph Beuys Preis für Forschung 2022 vergeben – in diesem Jahr ein geteilter Preis, der hälftig an Martha Ryczkowska aus Lublin in Polen und an Daniel Spaulding aus Madison in Wisconsin, USA, ging. Am Festakt und der anschließenden Feier teilgenommen hat auch Matthias Weiß, der als Preisträger 2019 Mitglied der fünfköpfigen Jury war.

Mehr Informationen zum Preis, den prämierten Arbeiten und der Jury finden sich hier.

Von links: Antje von Graevenitz und Hans Dickel (Jury), Barbara Strieder (Schloss Moyland), Petra Richter (Juryvorsitz), die Prämierten, Antje-Britt Mählmann (Schloss Moyland), Wolfgang Zumdick und Matthias Weiß (Jury)
Beuys-Preisträgerin 2022: Martha Ryczkowska
Beuys-Preisträger 2022: Daniel Spaulding

Fotos: Markus van Offern

Andächtig getümmelt

Zur Einführung in die christliche Bilderwelt besuchte der Grundkurs Ikonografie die Kollegienkirche, also das universitätseigene Gotteshaus. Kurz rekapituliert wurden die aus der Neuen Residenz bekannten theologischen Tugenden. Ausführlicher vorgestellt und diskutiert – sowie mitunter andächtig betrachtet – wurden die Lukas-Kapelle und die Katharinen-Kapelle, die der medizinischen und der philosophischen Fakultät zugeordnet sind. Fünfzehn Heiligen und ihrer mal mehr, mal minder spezifischen Ikonografie konnten wir so auf den Grund gehen. Beim nächsten Termin werden Marien- und Christus-Darstellungen examiniert.

Die heilige Katharina teilt sich ihre Kapelle mit der heiligen Sippe.
Der Herr Professor in Aktion.
Team Lukas
Team Katharina

Fotos: Victoria Knapp, Matthias Weiß, Martina Wellner

Dublin

Das diesjährige Treffen der Renaissance Society of America konnte Ende März/Anfang April endlich wieder in Präsenz stattfinden: Tolle Papers, Referenzen, neue und alte Gesichter bei bitterkaltem Wind in Dublin. Sarah Cockram vom The Renaissance Skin Project am King’s College London/Wellcome Collection organisierte das „Skin, Beauty, and Cosmetics” Panel und den brechend vollen und illustren Roundtable “Renaissance Skin and Cultures of Beauty” mit Montserrat Cabré, Ruben Celani, Hannah Murphy, Romana Sammern und Evelyn Welsh.

RSA Dublin 2022

München

Am Dienstag, 3. Mai,  machten sich einige Studierende mit Renate Prochno-Schinkel nach München ins Bayerische Nationalmuseum auf und verbrachten einen lehrreichen, unterhaltsamen Tag in der Mittelalter-Abteilung.

Studieren vor Originalen – Lehrausgang des MA-Seminars ins Bayerische Nationalmuseum mit Renate Prochno-Schinkel

ROM

David Hobelleitner erhielt für die Teilnahme an der BAA Romanesque Conference, die Ende März in Rom stattfand, ein Scholarship der British Archaeological Society. Die ersten drei Konferenztage fanden an der British School at Rome statt, wo auch Mina Miyamoto (Doktorandin von Renate Prochno-Schinkel) referierte. Im Anschluss besuchten die internationalen Tagungsgäste stadtrömische Artefakte sowie Bauten im nördlichen Lazio, wo unter anderem Ceri, San Pietro in Tuscania und Castel Sant‘Elia am Programm standen. David Hobelleitner nutzte das verbleibende Wochenende für weitere Recherchen zu seinem Dissertationsprojekt, erhaschte aber auch den einen oder anderen Blick in selten zugängliche Prachtbauten…

The British School at Rom – Tagungsort der BAA Romanesque Conference 2022
The British School at Rome – 1901 gegründet, nunmehr im adaptierten und erweiterten British Pavillon der Esposizione internazionale d’arte von 1911 (Edwin Lutyens)
Die Fassade der romanischen Basilika San Pietro in Tuscania (Ende 11. Jhd.)
Seltene Einblicke: Sant‘Ivo alla Sapienza

Fotos: David Hobelleitner

In Wolf Dietrichs Wartezimmer

Die zweite Kurzexkursion im Rahmen des GK Ikonografie führte in die Neue Residenz – genauer in den Tugendsaal, der zu Zeiten Wolf Dietrichs (1559–1617) als Wartezimmer diente. Die eindrucksvolle Stuckdecke zeigt das Wappen des Fürsterzbischofs. Hauptmotiv sind die vier weltlichen und drei religiösen Kardinaltugenden, die der Hausherr allesamt für sich reklamierte: Gerechtigkeit, Klugheit, Maß und Stärke in den Außenfeldern; Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe (Caritas) dazwischen, letztere in der zentralen Position. Skandalös also, dass eine der Teilnehmerinnen den Sieg der irdischen über die himmlische Liebe ausrufen wollte!

Das Wappen des Wolf-Dietrich von Raitenau in einem Rossstirnschild.
Caritas als fürsorgliche Frau oder Mutter mit drei Kindern.

Fotos: Matthias Weiß

Ikonografie im Mirabellgarten

Bei herrlichem Sonnenschein absoliverte der Grundkurs Ikonografie einen ersten von vier Außenterminen. Im Garten von Schloss Mirabell haben wir uns mit mythologischen Stoffen, mit Quellen von Lukan, Ovid und Vitruv und mit der Lehre von den vier Elementen vertraut gemacht. Dank an die Referentinnen, die uns so bündig wie umfassend informiert haben!

 

Miriam Ljubijankic erläutert, was der Frühlingsanfang mit Pluto und Proserpina zu tun hat.
Victoria Knapp berichtet über die Entführung Helenas durch Prinz Paris.

Fotos: Matthias Weiß

Podiumsgespräch in der Residenz

Am Mittwoch, dem 23. März findet um 18 Uhr ein Podiumsgespräch mit Elisabeth Klaus und Matthias Weiß in der Residenzgalerie Salzburg statt. Im Fokus dieses PLUS-Abends – einem von vier im Rahmen der 400-Jahr-Feier – steht das Thema „Beziehungen: Kunst – Wissenschaft – Gesellschaft“. Der Impuls von Elisabeth Klaus thematisiert aus einer übergeordneten Perspektive Kunst und Kultur als Handlungsformen, die die Entwicklung der Universität, ihrer Wissensproduktionen und auch deren Wirken in der Gesellschaft nachhaltig bestimmen. Matthias Weiß hingegen wirft ein Schlaglicht auf nur eines der Exponate; ein aus Salzburg stammendes Thesenblatt von 1741, das den Triumph des Hl. Benedikt zeigt und sich in vielerlei Hinsicht als ‚beziehungsreich‘ erweist: bezogen auf das Verhältnis von Text und Bild, der reichen Nachwirkung des Motivs, das Verhältnis damaliger Disputationen zu heutigen oder auch auf die Konstellation der vier (personifizierten) Erdteile, die wir heute dezidiert anders denken.

Anmeldung erforderlich

Karl von Reslfeld, Leonhard Heckenauer: Thesenblatt für eine Promotion, 1701/1741.
Foto: Hubert Auer

SÜDKOREA

Im Rahmen ihres Dissertationsprojekts war Jeehye Kim (Doktorandin bei Matthias Weiß) auf einer Forschungsreise in Südkorea. Zur Quellen- und Literaturrecherche besuchte sie zwei Standorte der National Archives of Korea, jenes in Seongnam und jenes in Daejeon. Dort wurde sie nicht nur durch die Ausstellungshallen geführt, sondern durfte auch einen Blick in die Restaurierungswerkstatt und das Archiv werfen.

Die Forschungsreise wurde durch ein Stipendium für kurzfristige wissenschaftliche Arbeiten der PLUS gefördert.

Das National Archive of Korea in Seongnam
Foto: Jeehye Kim
Das National Archive of Korea in Daejeon
Foto: Jeehye Kim
Jeehye Kim als Gastforscherin in den National Archives of Korea
Foto: Jeehye Kim
Einblick in die Archivräume des National Archive of Korea in Seongnam
Foto: Jeehye Kim
Jeehye Kim forscht zu Fotoserien der “Archaeological-Historical Expeditions” in den Archiven des Japanese Colonial Government of Korea
Foto: Jeehye Kim