Archiv der Kategorie: Vortrag

Joseph Beuys als Iphigenie

Ausgerichtet vom Hessischen Landesmuseum in Darmstadt, findet am Sonntag, den 11. Juli 2021 von 11 bis 17 Uhr eine Online-Tagung zu der mehrräumigen Installation „Block Beuys“ statt. In diesem Rahmen wird Matthias Weiß einen Vortrag mit dem Titel „Hessische Iphigenien. Auftritt Beuys in Darmstadt, Frankfurt am Main und im bundesdeutschen Fernsehen“ halten. Im Fokus steht ein Fernsehbeitrag László Glózers, in dem sich Beuys zu Anselm Feuerbachs im Landesmuseum befindlichen Gemälde „Iphigenie“ ins Verhältnis setzt. Diskutiert wird außerdem die Frankfurter Aktion „Titus Andronicus/Iphigenie“, ohne die sich Beuys’ Aussagen aus dem kurzen Fernsehinterview nur schwer verstehen lassen.

Anmeldungen sind bis zum 9. Juli 2021 um 12 Uhr möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen finden Sie hier.

Foto: Wikimedia Commons

„Evita“ aus kunsthistorischer Perspektive

Am kommenden Donnerstag, den 1. Juli 2021 um 15:30 Uhr hält Matthias Weiß einen Vortrag im Rahmen der internationalen Tagung „Song, Stage and Screen XV: Mobilities. Stage and Film Musical in Motion“. Unter dem Titel „An ‚instant queen‘ for ‚the destitute of all complexions‘. Social Mobility and the Migration of Images in Alan Parker’s Evita“ wird es darum gehen, die dramaturgische Konzeption der beiden Hauptfiguren Eva Peron (Madonna) und Ché (Antonia Banderas) aufzuschlüsseln und die Verwendung historischen Bildmaterials zu erhellen.

Die Online-Konferenz findet komplett in englischer Sprache statt. Zur Teilnahme anmelden können Sie sich über https://song-stage-screen15.sbg.ac.at.

Eva Peron als ‚Volksheilige‘

SALZBURGER INSZENIERUNGEN

Auf der Tagung „Salzburger Inszenierungen. Vom Werden einer Musikstadt“, eine Kooperation der Universität Mozarteum und der Abteilung Kunstgeschichte der Universität Salzburg, spricht Sigrid Brandt am Freitag, dem 18. Juni zum Thema: „Teo Otto – seine Spuren im Salzburg der Nachkriegszeit“

Teo Otto und Friedrich Dürrenmatt
aus: Teo Otto, Meine Szene, Köln 1965

The Mainz Town Hall as political architecture and uncomfortable monument

At the conference initiated by the International Scientific Committee 20th century (ICOMOS ISC20C) Monument and non-monument: CONCRETE HERITAGE OF THE POST-WAR ERA (9th Forth Museum Kaunas, Lithuania, 11th and 12th June 2021) Sigrid Brandt will speak on the topic: The Mainz Town Hall as political architecture and uncomfortable monument.

About the Conference: Formidable solids of exposed concrete and monotonous, utilitarian shapes of social housing have become one of the most recognizable and universal elements of post-war architectural language. Regardless of the different political systems, geographic conditions or local aesthetic traditions an architectural style of now commonly referred to as “brutalism“ (derived from the French “béton brut” or „raw concrete“) became a dominant expression of our architecture and an inseparable part of many cities around the world. In East European countries large-scale mikro-rayons vividly embody the pragmatic dimension of the socialism project. On the other hand, there was a striking part of Soviet modernism that was demonstratively irrational, focused not on a standardized function, but on a breath-taking emotion. A similar duality appeared in Western societies. Despite specific aesthetic values many of these buildings are seen by some as not fitting into the contemporary context. Even though the rising interest around the architecture of brutalism is growing, these monuments and buildings are too often being demolished, unrecognizably altered or simply left to deteriorate. ICOMOS ISC20C initiates this InnovaConcrete workshop as a field for debate whether these structures – monuments, apartment buildings or other functional types – can and should remain for future generations as a relevant part of our history.

Monument and non-monument: CONCRETE HERITAGE OF THE POST-WAR ERA
Kaunas, Lithuania, 11th and 12th June 2021

Der Tod als Mädchen? Madonnas ‚What It Feels Like For A Girl‘ (2001)

Am Mittwoch, den 9. Juni 2021 ab 17:15 Uhr hält Matthias Weiß im Rahmen der Ringvorlesung „Der Tod und das Mädchen“ einen Online-Vortrag über Musikvideos mit dem Titel „Der Tod als Mädchen? Madonnas ‚What It Feels Like For A Girl‘ (2001, Regie: Guy Ritchie)“.

Als nach wie vor junge Form des televisuellen Musiktheaters ist der Videoclip durch ein engmaschiges Zusammenspiel aus Bild, Musik und Text bestimmt. Ebenso kennzeichnend ist ein zum Teil virtuoses Jonglieren mit Zitaten und weniger konkreten Formen der Bezugnahme, das in den Musikvideos von Madonna quantitativ wie qualitativ auf die Spitze getrieben wird.

Wenig überraschend ist vor diesem Hintergrund, dass die Sängerin in einigen Einstellungen des Clips „Bedtime Story“ (1994, Regie: Mark Romanek) im Schoß eines Knochenmanns ruht – also eine auf den ersten Blick konventionelle Umsetzung des Bildthemas „Der Tod und das Mädchen“ einsetzt, die sie in weiteren Einstellungen allerdings epistemologisch wendet. Nicht in Ausschnitten, sondern zur Gänze diskutiert werden soll das im Vortragstitel genannte Video „What It Feels Like For A Girl“ (2001, Regie: Guy Ritchie), weil Madonna dort nicht punktuell mit dem Tod, sondern durchgängig als Tod auftritt.

Die Ringvorlesung wird organisiert und veranstaltet vom Programmbereich „Figurationen des Übergangs“ der interuniversitären Einrichtung „Wissenschaft und Kunst“. Die Zugangsdaten für Webex finden sich auf der Website von W&K und auf Blackboard.

Edvard Munch, „Madonna“, 1895.
© Wikimedia Commons

 

Ausgestrahlt

Digitaler Vortrag zum ‚Sendungsbewusstsein‘ des Fernsehkünstlers Joseph Beuys

Am heutigen Mittwoch, 2. Juni 2021, laden KPMG und die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ab 20 Uhr zu einem Vortrag von Matthias Weiß über die Fernseharbeiten von Joseph Beuys ein. Für seine Untersuchungen zu diesem bisher wenig bekannten Betätigungsfeld des Künstlers wurde Weiß mit dem Joseph Beuys Preis für Forschung 2019 ausgezeichnet.

Bis heute ist Beuys eine hohe Medienpräsenz zu bescheinigen: Film, Radio, Video und vor allem das Fernsehen nutzte er zur Bekanntmachung und Verbreitung, vor allem aber zur Verwirklichung seines Erweiterten Kunstbegriffs – zum Beispiel in Form von Aktionen, die nie live, sondern nur im Fernsehen anzuschauen waren. Der Vortrag verdeutlicht, warum das Fernsehen einen so hohen Stellenwert im künstlerischen Schaffen von Beuys einnahm und inwieweit seine Fernsehauftritte als „Kunst“ einzuordnen sind.

Das Gespräch findet virtuell statt und bleibt über den Youtube-Kanal der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen abrufbar.

Ausgestrahlt – Vortrag von Matthias Weiß am 2. Juni 2021
Foto: Wikimedia Commons

Old Age in the Late Antiquity

Am kommenden Donnerstag, dem 20. Mai spricht Irene Calà (München/Berlin) zum Thema: „Old Age in the Late Antiquity: Female Ageing between Physiology and Appearance“.  Der online-Vortrag beginnt um 18 Uhr und findet in der von Romana Sammern konzipierten Reihe „Physiologie“ am interuniversitären Zentrum „Wissenschaft&Kunst“ statt.

Weitere Details und Zugangsdaten

Hans Baldung Grien: Ages of Woman, ca. 1540/43. Oil on wood, 151 x 51 cm. Museo del Prado, Madrid.
Foto: Wikimedia Commons