SALZBURGER AUSSICHTEN

Bei zumindest etwas angenehmeren Temperaturen fand am 28. Mai die zweite Salzburg-Exkursion der Reihe „Kunst vor Ort“ statt. Besucht haben wir die beiden Standorte des Museums der Moderne in der Altstadt und auf dem Mönchsberg, wo wir uns mit den aktuellen Ausstellungen, aber auch mit der jeweiligen Bau-, Institutionen- und Sammlungsgeschichte auseinandersetzten. Den Abschluss bildete – gleichsam als Nachtrag zum ersten Termin – eine Gesprächsrunde im Sky-Space von James Turrell, der seit 2006 zum Walk of Modern Art gehört und den Blick weg von der Stadt hinauf in den Himmel lenkt.

Eine große Bereicherung war, dass sich vormittags Kuratorin Stefanie Grünangerl viel Zeit nahm, um mit uns über die zwei unter einem James Baldwin-Motto („This World Is White No Longer“) zusammengefassten Schauen zu diskutieren, und dass uns am Nachmittag Direktor Thorsten Sadowsky auf dem Mönchsberg begrüßte: dafür noch einmal herzlichen Dank. Mit beiden haben wir unter anderem über bereits bestehende Möglichkeiten der Zusammenarbeit gesprochen, etwa hinsichtlich der öffentlich zugänglichen Museumsbibliothek, aber auch über Optionen, zukünftig noch stärker zu kooperieren. Schöne Aussichten, oder?

Museen-Exkursion am 28. Mai 2021 – Foto: Matthias Weiß

Schrittweise den Kunstort Salzburg entdecken

Corona und einer unfreundlichen Witterung zum Trotz, fand am 7. Mai die erste Salzburg-Exkursion der Reihe „Kunst vor Ort“  statt. Unter dem Motto „Zurück auf los“ besuchten wir vormittags den südlichen Dombogen sowie die in ihm beherbergte Kunst- und Wunderkammer, um (zumindest anhand der Rekonstruktion) die Anfänge der europäischen Museumskultur zu studieren. Das Nachmittagsprogramm widmete sich „Dezentralen Kunstorten“, das heißt den verschiedenen Standorten der Stadtgalerie und der Salzburg Foundation diesseits wie jenseits der Salzach.

Der nächste Termin steht unmittelbar bevor und wird uns ins Rupertinum und ins Museum der Moderne auf dem Mönchsberg führen. Zwei weitere Exkursionen im Juni haben den Sebastiansfriedhof und eine Einführung in die in Salzburg allgegenwärtige Heraldik zum Ziel – hoffentlich bei weniger nasskaltem Wetter!

Schrittweise den Kunstort Salzburg entdecken – Exkursion am 7. Mai
Foto: Matthias Weiß

SALZBURG

Zur Tagesexkursion ‚Salzburg – Denkmalpflege‘ stand neben dem Sebastiansfriedhof und dem Palais Faber die Großbaustelle Franziskanerkloster auf dem Programm. Dagmar Redl-Bunia hatte dazu ihre Partnerinnen und Partner aus Restauratorenbüros, Bauleitungen und Vertretern des Klosters für ein Gespräch der interessierten Studentinnen und Studenten der Kunstgeschichte gewinnen können. Vielen Dank – wir freuen uns auf die geplante Fortsetzung der ‚Baustellen-Gespräche‘ im Herbst.

Dagmar Redl-Bunia erläutert die denkmalpflegerischen Herausforderungen im Eingangsbereich des Palais Faber.
Foto: Sigrid Brandt

LINZ

Studierende des Seminars ‚Architektur und Musik‘ und Freunde der Kunstgeschichte besuchten am 20. Mai das Musiktheater und das Brucknerhaus in Linz. Die Gruppe war coronabedingt zweigeteilt, getestet, geimpft oder genesen und wurde in den Führungen durch Martin Schmidt (Musiktheater Linz) sowie Harald Hechwartner und Albert Hager (Brucknerhaus Linz) mit den Architekturen sowohl vor als auch hinter den Bühnen vertraut gemacht. Vielen Dank nach Linz!

Die zweite Gruppe Brucknerhaus. Foto: Margit Beling

Old Age in the Late Antiquity

Am kommenden Donnerstag, dem 20. Mai spricht Irene Calà (München/Berlin) zum Thema: „Old Age in the Late Antiquity: Female Ageing between Physiology and Appearance“.  Der online-Vortrag beginnt um 18 Uhr und findet in der von Romana Sammern konzipierten Reihe „Physiologie“ am interuniversitären Zentrum „Wissenschaft&Kunst“ statt.

Weitere Details und Zugangsdaten

Hans Baldung Grien: Ages of Woman, ca. 1540/43. Oil on wood, 151 x 51 cm. Museo del Prado, Madrid.
Foto: Wikimedia Commons

AVISO: Aufbruch in Bad Gastein III

Am Mittwoch, 9. Juni 2021 findet um 18.30 Uhr der dritte online-Vortrag mit Podiumsdiskussion „Aufbruch in Bad Gastein“ statt. 
Nach den ersten beiden Veranstaltungen über den weltberühmten Kurort, bei denen das Projekt der BWM Architekten am Straubingerplatz im Vordergrund stand, widmet sich der dritte Abend nun der städtebaulichen Genese des Orts und seinen möglichen Perspektiven. Die Architektin und Kulturhistorikerin Judith Eiblmayr, die zurzeit eine Publikation über Bad Gastein vorbereitet, wird die städtebauliche Entwicklung seit dem 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart skizzieren. Im Anschluss an das Referat wird ein prominent besetztes Podium Fragen zur Zukunft Gasteins multiperspektivisch diskutieren und ebenso Fragen aus dem Publikum beantworten. Es diskutieren Landeshauptmann Wilfried Haslauer, die Leiterin der Abteilung Denkmalschutz im Bundeskanzleramt 
Elsa Brunner, die Salzburger Landeskonservatorin Eva Hody, Architekt Günter Salmhofer (Ortsplanung Bad Gastein) sowie Judith Eiblmayr; die Moderation übernimmt Sigrid Brandt. 

Aufbruch in Bad Gastein III – online-Vorträge und Diskussion am 9. Juni 2021
Foto: Initiative Architektur

 

 

Eine Initiative der Abteilung Kunstgeschichte im Fachbereich Kunst-, Musik- und Tanzwissenschaft der Paris-Lodron-Universität Salzburg