Gastvortrag – Ingo Herklotz, Marburg

Am Mittwoch, dem 15. Mai 2019 findet um 18 Uhr an der Abteilung Kunstgeschichte (Seminarraum 116) ein Vortrag von Ingo Herklotz (Philipps-Universität Marburg) statt.

Ingo Herklotz spricht zum Thema: Katholische und protestantische Katakombenmythen im 17. Jahrhundert – Eine rezeptionsgeschichtliche Kontroverse.

Gastvortrag Ingo Herklotz

 

Disputatio

Am 2.4.2019 hat Tanja Hinterholz in Trier ihre disputatio abgelegt. Ihre Dissertation zu „Raum und Sehen am päpstlichen Hof von Avignon. Innovation in der Malerei Matteo Giovannettis“ und die mündliche Prüfung wurden insgesamt mit summa cum laude bewertet. Herzlichen Glückwunsch zu dieser außergewöhnlichen Leistung!

Vortrag

Dienstag, 9. April 2019, 18.00 Uhr s.t. Unipark, Abteilung Kunstgeschichte

Re-, Up- und Downcycling. Konzepte einer Wiederverwendung mittelalterlicher Textilien

Priv.-Doz. Dr. Evelin Wetter, Abegg-Stiftung Riggisberg

 

Als kostbares Gut fanden mittelalterliche Textilien im Laufe der Jahrhunderte mannigfach Wiederverwendung: Wertvolle profane Kleider wurden zur weiteren Verarbeitung der Kirche geschenkt. Pragmatisch passte man ältere Gewandformen neuen Bedürfnissen an, arbeitete man schadhafte Paramente zu jeweils kleineren Objekten um oder benutzte besser erhaltene Teile zu Reparaturen. Aus den Goldstoffen herauszupfte Metallfäden wurden eingeschmolzen und den Goldschmieden zur Verfügung gestellt. Dabei sind es nicht allein wirtschaftliche Überlegungen, die zu einer Wiederverwendung textiler Materialien führten: Stiftete ein Herrscher sein Krönungsgewand, so konnte er sich der Fürbitte sicher sein; zugleich erhielt die beschenkte Kirche ein Erinnerungsstück. Es handelt sich also um bewusste Bezugnahmen auf Personen, konkrete Ereignisse und Epochen. Die gilt noch für Prozesse der Musealisierung: Im frühen 20. Jahrhundert rekonstruierte man aus kirchlichen Gewändern ganze Gewebebahnen, gleichsam als kämen sie direkt von einem mittelalterlichen Webstuhl. Ein gesticktes Pluviale aus dem Salzburger Dom wurde in der frühen Neuzeit beschnitten und umgearbeitet. Für die museale Präsentation auf einer Figurine neu montiert, vermag der Mantel an seine ursprüngliche Prachtentfaltung anzuknüpfen.

ON TOUR – STUTTGART

Vom 22. bis 24. März 2019 traf sich die Monitoring-Gruppe von ICOMOS Deutschland zu ihrem Jahrestreffen in Stuttgart.
Sigrid Brandt hat als Mitglied dieser Gruppe die Welterbestätten Stralsund und Wismar betreut und ist aktuell für die Welterbestätte der Freien und Hansestadt Hamburg zuständig.

„Eine der wichtigsten Aufgaben von ICOMOS, dem Internationalen Rat für Denkmalschutz, ist die Beratung der UNESCO in Welterbefragen und die Unterstützung der Verantwortlichen vor Ort bei der Evaluierung von Denkmalen, historischen Stätten und Kulturlandschaften, die in der Welterbeliste verzeichnet oder für eine Aufnahme vorgesehen sind. Jedes Nationalkomitee von ICOMOS nimmt in Zusammenarbeit mit Institutionen und Personen, die auf dem Feld Denkmalschutz und Denkmalpflege aktiv sind, landesweit eine besondere Verantwortung für das kulturelle Erbe und Welterbe wahr.
Die seit 1997 bestehende Monitoring-Gruppe von ICOMOS Deutschland wurde für die Weltkulturerbestätten im Bundesgebiet gebildet und besteht heute aus über 60 Fachleuten in den Bereichen Bau und Städtebau, Archäologie und Gartendenkmalpflege sowie Restaurierung, Materialkunde und Rechtsfragen. Zu ihr gehören auch Expertinnen und Experten von ICOMOS Frankreich, Luxemburg, Österreich, Schweiz und aus der Tschechischen Republik. Die Monitoringbeauftragten beraten die Träger der Welterbestätten und Denkmalbehörden in Deutschland bei der Einhaltung ihrer besonderen Verpflichtungen gegenüber der UNESCO.“

Die vollständige Presse-Erklärung des Landes Baden-Württemberg finden Sie hier: Pressemitteilung Jahrestagung ICOMOS 2019

Die beiden Häuser von Le Corbusier in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung gehören seit 2016 zum Welterbe. Hier das Doppelhaus mit dem 2006 neu eingerichteten Weißenhof-Museum.
Foto: Sigrid Brandt

Eine Initiative der Abteilung Kunstgeschichte im Fachbereich Kunst-, Musik- und Tanzwissenschaft der Paris-Lodron-Universität Salzburg