Alle Beiträge von Abteilung Kunstgeschichte

Sebastiansfriedhof die Zweite

Vom Lärm zuweilen sogar mehrerer Rasenmäher abgesehen, erwies sich auch der zweite Termin auf dem Sebastiansfriedhof als ein so angenehmer wie lehrreicher Tag. Besonders erfreulich war das ausdrückliche Lob des Formats, das nicht nur auf Stoffvermittlung, sondern mit der Übung am Nachmittag auch auf Wissensanwendung setzt: Es böte sich an, diese Exkursion jedes Semester durchzuführen, so eine der Teilnehmerinnen. Jeden Sommer oder jeden zweiten Sommer vielleicht – diese Anregung nehmen wir gerne auf!

Wilder Mann mit Dolch als Helmzier des Wappens Pflügel
Foto: Matthias Weiß

FESTSPIELBEZIRK

Im Rahmen des Seminars ‚Architektur und Musik‘ besuchten Studentinnen und Studenten auf Initiative von Alexandra Grethen das Große Festspielhaus und die Felsenreitschule. Zu besichtigen waren ein herausragender Bau der Nachkriegszeit von Clemens Holzmeister, der in der nächsten Zeit grundlegend renoviert und erweitert werden soll, sowie ein zum Innenraum gewordener Außenraum, der heute vom davorliegenden Haus für Mozart gänzlich verdeckt wird und in seinen Dimensionen noch für jeden Regisseur eine Herausforderung darstellt. 

Vielen Dank an A. Grethen!

Die Teilnehmer:innen am Seminar „Architektur und Musik“ on Tour im Festspielbezirk.
Foto: Sigrid Brandt

VORBESPRECHUNG: SE RAFFAEL (WS 2021/22)

Im kommenden Wintersemester bietet Renate Prochno-Schinkel das Seminar „Raffaels Kunst“ an. Zeit: Mittwoch, 9.15-11.30 Uhr. Die Anmeldung findet bei der Vorbesprechung statt, dort werden auch die Themen erläutert  und die Referate vergeben.

online per webex: Montag,  21. Juni 2021, 18.00-19.00 Uhr

Raffael galt lange als das Vorbild schlechthin für Künstler. Das Seminar behandelt die wichtigsten Werke und Aufgabenfelder (ohne Architektur). In den Referaten bzw. Hausarbeiten geht es um den Forschungsstand, künstlerische Probleme, Ikonographie, künstlerische Besonderheiten im Wechselspiel mit anderen Künstlern seiner Zeit sowie um Raffaels eigenes Kunstverständnis und die Rolle von Raffaels Auftraggebern. Teilnehmer/innen am Seminar erhalten eine Anleitung zum Aufbau der Gliederung. Ein Seminarapparat wird eingerichtet.
Ziele: Kritische Auseinandersetzung mit der Sekundärliteratur, Bewusstsein der Problematik der Renaissance-Forschung sowie Einsicht in Raffaels Stellung in seiner Zeit.

SALZBURGER INSZENIERUNGEN

Auf der Tagung „Salzburger Inszenierungen. Vom Werden einer Musikstadt“, eine Kooperation der Universität Mozarteum und der Abteilung Kunstgeschichte der Universität Salzburg, spricht Sigrid Brandt am Freitag, dem 18. Juni zum Thema: „Teo Otto – seine Spuren im Salzburg der Nachkriegszeit“

Teo Otto und Friedrich Dürrenmatt
aus: Teo Otto, Meine Szene, Köln 1965

Heraldik-Übung auf dem Sebastiansfriedhof

Letzten Freitag fand die erste von zwei Kurzexkursionen auf den Sebastiansfriedhof an der Linzer Gasse statt – ein intensiver und abwechslungsreicher Tag in idyllischer Umgebung. Vormittags näherten wir uns dem Thema Heraldik historisch. Nachmittags arbeiteten wir uns in die Terminologie und das Regelwerk der Wappenkunde ein und erprobten dies auf Papier und in den Arkaden in Form eigener Blasonierungen (Wappenbeschreibungen). Kommentar einer Teilnehmerin: „Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass man einen ganzen Tag auf einem Friedhof verbringen kann“. Kann man. Schön war’s. Machen wir nächsten Freitag gleich nochmal!

The Mainz Town Hall as political architecture and uncomfortable monument

At the conference initiated by the International Scientific Committee 20th century (ICOMOS ISC20C) Monument and non-monument: CONCRETE HERITAGE OF THE POST-WAR ERA (9th Forth Museum Kaunas, Lithuania, 11th and 12th June 2021) Sigrid Brandt will speak on the topic: The Mainz Town Hall as political architecture and uncomfortable monument.

About the Conference: Formidable solids of exposed concrete and monotonous, utilitarian shapes of social housing have become one of the most recognizable and universal elements of post-war architectural language. Regardless of the different political systems, geographic conditions or local aesthetic traditions an architectural style of now commonly referred to as “brutalism“ (derived from the French “béton brut” or „raw concrete“) became a dominant expression of our architecture and an inseparable part of many cities around the world. In East European countries large-scale mikro-rayons vividly embody the pragmatic dimension of the socialism project. On the other hand, there was a striking part of Soviet modernism that was demonstratively irrational, focused not on a standardized function, but on a breath-taking emotion. A similar duality appeared in Western societies. Despite specific aesthetic values many of these buildings are seen by some as not fitting into the contemporary context. Even though the rising interest around the architecture of brutalism is growing, these monuments and buildings are too often being demolished, unrecognizably altered or simply left to deteriorate. ICOMOS ISC20C initiates this InnovaConcrete workshop as a field for debate whether these structures – monuments, apartment buildings or other functional types – can and should remain for future generations as a relevant part of our history.

Monument and non-monument: CONCRETE HERITAGE OF THE POST-WAR ERA
Kaunas, Lithuania, 11th and 12th June 2021

Tag der offenen Tür II – virtuell

Herzlich willkommen zum zweiten virtuellen Tag der offenen Tür an der  Abteilung Kunstgeschichte!

Webex-Meeting von 15:30–16:15 Uhr für Fragen rund ums Studium gemeinsam mit den Altertumswissenschaften, der Geschichte und der Musik- und Tanzwissenschaft

Wir freuen uns auf Sie!

Das Video in bester Qualität finden Sie hier.

 

Der Tod als Mädchen? Madonnas ‚What It Feels Like For A Girl‘ (2001)

Am Mittwoch, den 9. Juni 2021 ab 17:15 Uhr hält Matthias Weiß im Rahmen der Ringvorlesung „Der Tod und das Mädchen“ einen Online-Vortrag über Musikvideos mit dem Titel „Der Tod als Mädchen? Madonnas ‚What It Feels Like For A Girl‘ (2001, Regie: Guy Ritchie)“.

Als nach wie vor junge Form des televisuellen Musiktheaters ist der Videoclip durch ein engmaschiges Zusammenspiel aus Bild, Musik und Text bestimmt. Ebenso kennzeichnend ist ein zum Teil virtuoses Jonglieren mit Zitaten und weniger konkreten Formen der Bezugnahme, das in den Musikvideos von Madonna quantitativ wie qualitativ auf die Spitze getrieben wird.

Wenig überraschend ist vor diesem Hintergrund, dass die Sängerin in einigen Einstellungen des Clips „Bedtime Story“ (1994, Regie: Mark Romanek) im Schoß eines Knochenmanns ruht – also eine auf den ersten Blick konventionelle Umsetzung des Bildthemas „Der Tod und das Mädchen“ einsetzt, die sie in weiteren Einstellungen allerdings epistemologisch wendet. Nicht in Ausschnitten, sondern zur Gänze diskutiert werden soll das im Vortragstitel genannte Video „What It Feels Like For A Girl“ (2001, Regie: Guy Ritchie), weil Madonna dort nicht punktuell mit dem Tod, sondern durchgängig als Tod auftritt.

Die Ringvorlesung wird organisiert und veranstaltet vom Programmbereich „Figurationen des Übergangs“ der interuniversitären Einrichtung „Wissenschaft und Kunst“. Die Zugangsdaten für Webex finden sich auf der Website von W&K und auf Blackboard.

Edvard Munch, „Madonna“, 1895.
© Wikimedia Commons

 

SALZBURGER INSZENIERUNGEN

Reminder zur Tagung:  „Salzburger Inszenierungen. Vom Werden einer Musikstadt“ – 17. & 18. Juni 2021

Die Tagung wird mit ihrer Konzentration auf die Aufführung von Singspielen, Opern, Musiktheater und Ballett einen Beitrag zur Geschichte musiktheatralischer Inszenierung in Salzburg seit dem beginnenden 17. Jahrhundert leisten. Referate befassen sich mit dem Universitätstheater, dem Landestheater, den Salzburger Festspielhäusern und einigen weiteren Spielstätten. Aspekte der Inszenierung und Regie, der musikalischen Aufführungspraxis, des Bühnenbildes und der Architektur bilden dabei die Schwerpunkte. In einem interdisziplinär verschränkten Ansatz aus musik- und theaterwissenschaftlicher sowie kunst- und architekturhistorischer Perspektive sollen darüber hinaus in der Diskussion auch Fragen zur Entwicklung des Musiktheaters aufgeworfen werden.

Die Konferenz wird in einem Hybrid-Modus durchgeführt; in Präsenz im Kleinen Studio (Mirabellplatz 1) sowie per zoom-Übertragung.

Hier finden Sie alle Informationen zum Inhalt, zum Ablauf und zur Teilnahme vor Ort (u. a. bezüglich Test- und Maskenpflicht) – eine Anmeldung für die Teilnahme in Präsenz ist zwingend erforderlich!