Archiv der Kategorie: On Tour

Sebastiansfriedhof die Zweite

Vom Lärm zuweilen sogar mehrerer Rasenmäher abgesehen, erwies sich auch der zweite Termin auf dem Sebastiansfriedhof als ein so angenehmer wie lehrreicher Tag. Besonders erfreulich war das ausdrückliche Lob des Formats, das nicht nur auf Stoffvermittlung, sondern mit der Übung am Nachmittag auch auf Wissensanwendung setzt: Es böte sich an, diese Exkursion jedes Semester durchzuführen, so eine der Teilnehmerinnen. Jeden Sommer oder jeden zweiten Sommer vielleicht – diese Anregung nehmen wir gerne auf!

Wilder Mann mit Dolch als Helmzier des Wappens Pflügel
Foto: Matthias Weiß

FESTSPIELBEZIRK

Im Rahmen des Seminars ‚Architektur und Musik‘ besuchten Studentinnen und Studenten auf Initiative von Alexandra Grethen das Große Festspielhaus und die Felsenreitschule. Zu besichtigen waren ein herausragender Bau der Nachkriegszeit von Clemens Holzmeister, der in der nächsten Zeit grundlegend renoviert und erweitert werden soll, sowie ein zum Innenraum gewordener Außenraum, der heute vom davorliegenden Haus für Mozart gänzlich verdeckt wird und in seinen Dimensionen noch für jeden Regisseur eine Herausforderung darstellt. 

Vielen Dank an A. Grethen!

Die Teilnehmer:innen am Seminar „Architektur und Musik“ on Tour im Festspielbezirk.
Foto: Sigrid Brandt

Heraldik-Übung auf dem Sebastiansfriedhof

Letzten Freitag fand die erste von zwei Kurzexkursionen auf den Sebastiansfriedhof an der Linzer Gasse statt – ein intensiver und abwechslungsreicher Tag in idyllischer Umgebung. Vormittags näherten wir uns dem Thema Heraldik historisch. Nachmittags arbeiteten wir uns in die Terminologie und das Regelwerk der Wappenkunde ein und erprobten dies auf Papier und in den Arkaden in Form eigener Blasonierungen (Wappenbeschreibungen). Kommentar einer Teilnehmerin: „Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass man einen ganzen Tag auf einem Friedhof verbringen kann“. Kann man. Schön war’s. Machen wir nächsten Freitag gleich nochmal!

SALZBURGER AUSSICHTEN

Bei zumindest etwas angenehmeren Temperaturen fand am 28. Mai die zweite Salzburg-Exkursion der Reihe „Kunst vor Ort“ statt. Besucht haben wir die beiden Standorte des Museums der Moderne in der Altstadt und auf dem Mönchsberg, wo wir uns mit den aktuellen Ausstellungen, aber auch mit der jeweiligen Bau-, Institutionen- und Sammlungsgeschichte auseinandersetzten. Den Abschluss bildete – gleichsam als Nachtrag zum ersten Termin – eine Gesprächsrunde im Sky-Space von James Turrell, der seit 2006 zum Walk of Modern Art gehört und den Blick weg von der Stadt hinauf in den Himmel lenkt.

Eine große Bereicherung war, dass sich vormittags Kuratorin Stefanie Grünangerl viel Zeit nahm, um mit uns über die zwei unter einem James Baldwin-Motto („This World Is White No Longer“) zusammengefassten Schauen zu diskutieren, und dass uns am Nachmittag Direktor Thorsten Sadowsky auf dem Mönchsberg begrüßte: dafür noch einmal herzlichen Dank. Mit beiden haben wir unter anderem über bereits bestehende Möglichkeiten der Zusammenarbeit gesprochen, etwa hinsichtlich der öffentlich zugänglichen Museumsbibliothek, aber auch über Optionen, zukünftig noch stärker zu kooperieren. Schöne Aussichten, oder?

Museen-Exkursion am 28. Mai 2021 – Foto: Matthias Weiß

Schrittweise den Kunstort Salzburg entdecken

Corona und einer unfreundlichen Witterung zum Trotz, fand am 7. Mai die erste Salzburg-Exkursion der Reihe „Kunst vor Ort“  statt. Unter dem Motto „Zurück auf los“ besuchten wir vormittags den südlichen Dombogen sowie die in ihm beherbergte Kunst- und Wunderkammer, um (zumindest anhand der Rekonstruktion) die Anfänge der europäischen Museumskultur zu studieren. Das Nachmittagsprogramm widmete sich „Dezentralen Kunstorten“, das heißt den verschiedenen Standorten der Stadtgalerie und der Salzburg Foundation diesseits wie jenseits der Salzach.

Der nächste Termin steht unmittelbar bevor und wird uns ins Rupertinum und ins Museum der Moderne auf dem Mönchsberg führen. Zwei weitere Exkursionen im Juni haben den Sebastiansfriedhof und eine Einführung in die in Salzburg allgegenwärtige Heraldik zum Ziel – hoffentlich bei weniger nasskaltem Wetter!

Schrittweise den Kunstort Salzburg entdecken – Exkursion am 7. Mai
Foto: Matthias Weiß

SALZBURG

Zur Tagesexkursion ‚Salzburg – Denkmalpflege‘ stand neben dem Sebastiansfriedhof und dem Palais Faber die Großbaustelle Franziskanerkloster auf dem Programm. Dagmar Redl-Bunia hatte dazu ihre Partnerinnen und Partner aus Restauratorenbüros, Bauleitungen und Vertretern des Klosters für ein Gespräch der interessierten Studentinnen und Studenten der Kunstgeschichte gewinnen können. Vielen Dank – wir freuen uns auf die geplante Fortsetzung der ‚Baustellen-Gespräche‘ im Herbst.

Dagmar Redl-Bunia erläutert die denkmalpflegerischen Herausforderungen im Eingangsbereich des Palais Faber.
Foto: Sigrid Brandt

LINZ

Studierende des Seminars ‚Architektur und Musik‘ und Freunde der Kunstgeschichte besuchten am 20. Mai das Musiktheater und das Brucknerhaus in Linz. Die Gruppe war coronabedingt zweigeteilt, getestet, geimpft oder genesen und wurde in den Führungen durch Martin Schmidt (Musiktheater Linz) sowie Harald Hechwartner und Albert Hager (Brucknerhaus Linz) mit den Architekturen sowohl vor als auch hinter den Bühnen vertraut gemacht. Vielen Dank nach Linz!

Die zweite Gruppe Brucknerhaus. Foto: Margit Beling

Stipendium für Emilia Schatzl

Emilia Schatzl, Studentin unserer Abteilung und Studienassistentin von Matthias Weiß, wurde durch ein Stipendium der Aktion Österreich-Tschechien die Teilnahme an der Summer School of Slavonic Studies 2020 finanziert. Trotz der ungewissen Lage konnte diese von 18. Juli-16. August an der Palacký Universität im mährischen Olmütz stattfinden. Neben einem intensiven vierwöchigen Sprachkurs erhielt Emilia Schatzl zudem durch Vorlesungen zur Geschichte und Kunst Tschechiens einen vertiefenden Einblick in die historischen und kulturellen Besonderheiten des Landes. Den Sprachkurs konnte sie dabei erfolgreich abschließen und somit ihre Fremdsprachenkenntnisse gezielt erweitern.

Jesuitenkirche Maria Schnee in Olmütz
Foto: Emilia Schatzl
Emilia Schatzl beim Festakt zur Zertifikatübergabe
Foto: Jakub Wittka
Die Diplome für die StipendiatInnen
Foto: Jakub Wittka

MÜNSTER

Am Samstag, dem 26. September, stellte Renate Prochno-Schinkel auf dem Tag der Westfälischen Kirchengeschichte in der Erlöserkirche in Münster ihre Forschungsergebnisse zum ältesten Kirchenregister der Gemeinde Weslarn in Westfalen vor. Sie sind vor einigen Monaten in Buchform erschienen. Der Lehrstuhlinhaber für Westfälische Kirchengeschichte, Christian Peters, stammt wie Renate Prochno-Schinkel aus dieser Kirchengemeinde, was sie während der Arbeit feststellten.

Renate Prochno-Schinkel und Christian Peters bei der Diskussion